Familienreisen mit besonderen Kindern

Oggebbio
Will man mit chronisch kranken oder behinderten Kindern verreisen, hat man vieles zu bedenken. Doch es gibt inzwischen viele Einrichtungen, die auf diesen speziellen Familienurlaub eingerichtet sind.

Freundliche Atmosphäre bringt Erholung für alle

Viele Ferienunterkünfte sind mit barrierefreundlichen Räumlichkeiten, Sanitäranlagen und Spielmöglichkeiten besonders auf kleine Gäste mit Handicap eingerichtet. Es gibt zudem auch Urlaubsunterkünfte mit speziellen Pflegebetten, um Eltern eine ähnliche Versorgung wie zuhause zu ermöglichen. Häufig sind Ferienanlagen auf Bauernhöfen, die gleichzeitig Therapieprogramme beispielsweise mit Pferden anbieten. Diese Anlagen sorgen mit einer besonders familienfreundlichen Atmosphäre für Erholung und Abschalten vom sonst sehr stressigen Alltag solcher Familien.

 

Perfekt gemacht für die Familie

Familien sind bunt und jedes Kind ist anders. Daher sind spezielle Familienferienstätten ideal für Groß und Klein. Sie sind optimal auf die Bedürfnisse von Eltern und Kindern mit und ohne Einschränkung zugeschnitten und ermöglichen einen individuellen Urlaub mit der Familie ganz nach Wunsch. Ob in speziellen Familienhotels mit Vollpension oder Ferienwohnung oder -haus als Selbstversorger: Jede Familie kann das Passende finden.

 

Abschalten vom täglichen Allerlei

Familienreisen mit besonderen Kindern können zwar etwas aufwendiger sein, da viele Dinge des täglichen Bedarfs mit in den Urlaub genommen werden müssen, bieten trotz allem aber eine willkommene Abwechslung zur schwierigen Alltagssituation als Eltern von behinderten Kindern. Pädagogische Konzepte mit Tieren oder Bewegungslandschaften setzen neue spannende Reize und bieten die Gelegenheit, Familie zu leben fernab der täglichen Verpflichtungen in Haushalt, Schule und Beruf.

 

Urlaub verbindet

Zusammen die Ferien zu verbringen, verbindet alle Familienmitglieder miteinander. Geschwister von pflegeintensiven Kindern kommen oft zu kurz und können im Urlaub auch einmal Zeit alleine mit einem Elternteil verbringen. Die entspannte Atmosphäre, die Raum lässt für gemeinsame Erfahrungen und Erlebnisse, sorgt noch lange nach dem Urlaub für schöne Erinnerungen. Dies kann für vieles entschädigen.

 

Aktivitäten planen

Je nach Wunsch kann man sich als Familie im Urlaub einfach treiben lassen oder auch schon vorab Aktivitäten planen. Portale, die auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung spezialisiert sind, geben Tipps und Anregungen, was für Aktivitäten in der Schweiz möglich sind. Auch Reisen ins nahe Ausland bieten die Möglichkeit, Land und Leute zu entdecken und Kindern neue Eindrücke zu vermitteln. Beliebt sind mediterrane Urlaubsgebiete, da sie Wärme und eine beeindruckende Natur mit vielen Ausflugsmöglichkeiten kombiniert bieten. Auch hier zählen Familien mit pflegebedürftigen oder behinderten Kindern zu gern gesehenen Gästen, um Abwechslung in die belastende Familiensituation zu bringen.

 

Ferienquartiere mit Schwerstbehinderten

Beim Familienurlaub mit schwerstbehinderten Kindern ist meist ein größerer organisatorischer und logistischer Aufwand nötig. Erfreulicherweise hat sich mit dem Wandel der Gesellschaft auch die Tourismusbranche im Bereich schwerstbehinderter Reisende geändert. Es ist zwar noch eine Nische, aber es gibt durchaus qualitativ hochwertige Anbieter in diesem Bereich. Häufig werden sie von Menschen geschaffen, die selbst in irgendeiner Form betroffen sind. Pflegepersonal, ein erreichbarer Arzt und Therapiemöglichkeiten sind Grundvoraussetzungen, damit sich auch die Eltern erholen können.

 

Fazit

Je nach Art der Behinderung des Kindes ist es leichter oder schwieriger, eine Familienferienunterkunft zu finden. Aber es ist nicht unmöglich. Inzwischen gibt es zahlreiche Anbieter, wo Familien in besonderen Kindern gern gesehene Gäste sind.

Stresa: warum ist der Ort am Lago Maggiore so beliebt?

Isola Bella
Aufschwung dank der Eisenbahn

Der Ortsname Stresa ist vermutlich langobardischen Ursprungs. Die frühesten Bezeichnungen lauten Strixia und stammen aus dem Jahr 998 nach Christus, was soviel wie "Landstreifen" bedeutet: ein sehr kleines Dorf, nur ein paar Häuser mit Blick auf den Lago Maggiore, ohne jegliche Straßenverbindung. Stresa verdankt sein Wachstum dem Bau der Via del Sempione durch Napoleon Bonaparte zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Straße verläuft entlang des Lago Maggiore von Arona nach Feriolo und biegt dann in Richtung Ossola-Tal ab, wo sie sich mit der Straße aus der Schweiz verbindet. Einen weiteren Entwicklungsschub gab es 1906 mit der Eröffnung der Sempione-Eisenbahn, die Stresa zu einem obligatorischen Zwischenstopp auf der Strecke London - Paris - Mailand - Venedig machte und eine Nachfrage nach Unterkünften erzeugte, die den Standards der großen europäischen Städte entsprachen. Um dieser gerecht zu werden, wurde im selben Jahr die "Società Anonima Italiana per gli Alberghi del Lago Maggiore" gegründet, die am 27. Juni 1908 das vom Architekten Giuseppe Pagani im Jugendstil gestaltete Hotel Regina Palace eröffnete. Der Aufschwung der legendären internationalen Zugstrecken wie Orient Express und Peninsular Express brachte die wohlhabendsten Reisenden der Welt an den Ort.

 

Auch heute noch sehr beliebt

Die Anreise per Zug ist auch heute noch sehr einfach: ohne Umsteigen ab Mailand in einer, ab Basel in drei Stunden. Der See und die Berge in der Umgebung sind bei Aktivurlaubern auf Grund des umfangreichen Sportangebots sehr beliebt: Das mediterrane Klima veranlasst Besucher aus aller Welt, Ferienhäuser am Lago Maggiore zu mieten. Am begehrtesten sind Villen, die über eine Terrasse mit Seeblick verfügen und es ermöglichen, den Sonnenaufgang beim Frühstück zu genießen. Wandern, Radfahren mit dem Mountainbike, Golf oder Wassersport - hier ist wirklich für jeden etwas dabei. Wer es gemütlich angehen möchte, kann die Orte am See und die Inseln im See auch per Schiff und Bahn erkunden.

 

Illustre Gäste

Bekannt ist, dass der spätere Nobelpreisträger für Literatur, Earnest Hemingway im September 1918 als 19-jähriger Kriegsverwundeter im Grand Hotel Des Iles Borromees und dort seine Kriegserlebnisse in seinem Roman "A Farewell to Arms" niederschrieb, Cocktails trank und Billard spielte. Nach dem Krieg kamen wieder zahlreiche bekannte Persönlichkeiten in den Ort am Westufer des Lago Maggiore. Unter ihnen waren Königin Sophia von Griechenland und der Komponist Pietro Mascagni, der hier oft komponierte. In den dreißiger Jahren hielten sich der Prinz von Piemont und spätere König von Italien Umberto II. in Begleitung von Maria Josè von Belgien häufiger in Stresa auf. In den fünfziger Jahren wurde der Ort zum Mittelpunkt der aufstrebenden italienischen Filmszene und auch zum Musikfestival "Settimane Musicali di Stresa" kommen alljährlich Tausende Besucher.